Bilingualer Politikunterricht in Klasse 10 Ein Beispiel FMG-TV-Reportage deckt auf: Fakten rund um Arbeitslosigkeit und persönliche Einblicke in das Leben Betroffener Im Dezember 2009
entschloss sich der bilinguale Politikkurs, das Thema Arbeitslosigkeit einmal anders anzugehen: Anstatt Statistiken und Diagramme auszuwerten, Texte zur Arbeitslosenversicherung durchzukauen und Ursachen von
Arbeitslosigkeit zu pauken, setzten sich die Schülerinnen und Schüler der ehemaligen 10b daran, das Thema - angelehnt an große TV-Formate - in einem Filmprojekt zu bearbeiten. In Gruppen setzten sie sich mit Daten und
Fakten auseinander und wandelten Sachtexte zu Hartz IV, Ursachen sowie Berichte von Betroffenen in englische Interviews um. Sie teilten sich in Moderatoren, Regisseure, Ansager, Medientechniker, Betroffene und
Interviewer ein, übten Aussprache und neue Wörter und den Umgang mit, vor und hinter der Kamera. Wie im Bienenstock ging es zwei Wochen zu, in denen die Schülerinnen und Schüler völlig selbstständig arbeiteten, Material ergänzten, visualisierten und die
Rollenspielinterviews einstudierten. Was in der Schule nicht geschafft wurde, wurde mit Eifer und völlig selbstverständlich zu Hause zu Ende geführt.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Schülerinnen und Schüler erklären selbstständig aufbereitet, wie es zu Arbeitslosigkeit kommt, klären Fragen rund um
das Thema Hartz VI, schlüpfen in die Rolle Betroffener, um individuelle psychische Konsequenzen zu verdeutlichen, und liefern Daten und Fakten.
Bei der Präsentation des Endprodukts war die Spannung natürlich - wie auch das Gelächter über die ein oder andere schauspielerische Darbietung - groß. Spätestens
beim zweiten Ansehen sammelten die Schülerinnen und Schüler jedoch die Ergebnisse der anderen Gruppen interessiert auf ihren Auswertungsbögen, stellten
Fragen und konnten fachliche Unklarheiten im Film erläutern und/oder richtig stellen. Wie ein Schüler des ehemaligen Kurses zusammenfasst: "Das Projekt war echt
super, weil wir Spaß hatten, neue Dinge gelernt haben und mit neuen Medien arbeiten durften. Jeder hatte eine Aufgabe und keiner musste sich langweilen."
Besonderen Dank möchte ich an dieser Stelle den Cuttern Kilian Sperber und Alexander Mai aussprechen, sowie Franziska Eßer aus
der ehemaligen 9b, die ein eben solches Projekt durchgeführt haben. Vielen Dank für Euren spontanen, ehrgeizigen Einsatz - auch am Wochenende! Ohne Euch hätte dieses Projekt nicht in die Tat umgesetzt werden können. Zum Betrachten des Videos bitte auf das Bild klicken; da die Datei ca. 30 MB groß ist, kann der Download etwas dauern. Katja Vollbach (Str’, Mitarbeit im bilingualen Zweig) |